derzeitiger Stand
TETRA ist ein rein digitales System und bietet nicht nur die
Möglichkeit der Sprachübertragung sondern auch mehrere Möglichkeiten der Datenübertragung.
Durch diese neue Technik ist ein sehr schneller Verbindungsaufbau
(ca. 300 Millisekunden) gewährleistet. Nur zum Verständnis, bei einem
Mobiltelefonnetz (GSM) kann der Gesprächsaufbau bis zu 5 Sekunden
dauern und kommt daher für ein professioneles Funksystem der Blaulichtorganisationen nicht in Betracht.
Auch die Unterstützung für Gruppenkommunikation, Gruppenrufe etc. wurde berücksichtigt.
TETRA verwendet zur Funkübertragung ein Zeitschlitzverfahren
(Time Division Multiplex Access TDMA) und kann daher 4 Funkkanäle
über eine 25 kHz breite Frequenz übertragen. Die Frequenzökonomie
kann daher um ein vielfaches gesteigert werden.
Im Unterschied zu den heutigen analogen Funksystemen gibt es bei
TETRA keine Funkkanäle im herkömmlichen Sinn mehr, sondern jeder
Benutzer ist einer oder mehreren Gruppen zugeteilt.
In einem Anlassfall können diese Gruppen aber auch zusammengeschaltet bzw. können neue Gruppen gebildet
werden, um z.B. bei einer Naturkatastrophe die Kommunikation zwischen
den einzelnen Einsatzeinheiten so einfach und effektiv wie möglich zu machen.
Auch die Sicherheit wurde bei TETRA grossgeschrieben.
Funkgespräche und Datenübertragungen werden automatisch verschlüsselt. Funkgeräte können nur verwendet werden wenn sie vom System
authorisiert sind. Ein gestohlenes Funkgerät kann gesperrt werden und ist daher
für den Dieb wertlos.
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